Der Header des Buchblogs Literaturpost

Rezension: Ohne ein Wort






Titel: Ohne ein Wort ○ Autor: Linwood Barclay
492 Seiten ○ Ullstein Verlag
Erschienen: 13. Juni 2007 ○ 8,95 € ○ Taschenbuch

Erster Satz
»Als Cynthia erwachte, war es so still im Haus wie sonst nur samstags.«





Beschreibung

»"Ich wollte ihr wärt tot!"

Das wünscht die 14-jährige Cynthia ihren Eltern. Als sie am nächsten Tag aufwacht, sind ihr Vater und ihre Mutter verschwunden. Auch ihr Bruder ist weg. Spurlos. Ohne ein Wort. Kein Hinweis, keine Nachricht bleiben für Cynthia zurück. Erst 25 Jahre später, als sie selbst eine Familie hat, tauchen geheimnisvolle Zeichen aus ihrer Vergangenheit auf. Mysteriös, gefährlich, tödlich - etwas Böses kehrt zurück.«

Klappentext von "Ohne ein Wort", © Ullstein Verlag


Zitat

"Vielleicht weiß sie es. Vielleicht hat sie die ganze Bande abserviert. Hast du noch nie daran gedacht deine Familie zu töten?" Ich zuckte mit den Schultern. Das hatte wohl jeder irgendwann schon mal getan.

Ohne ein Wort | Seite 44 | Zeile 11-15


Meine Meinung

Gleich zu Beginn des Buches merkte man, dass der Schreibstil gut und einfach zu lesen war. Allerdings hatte er für mich nichts Außergewöhnliches oder Einzigartiges an sich, was mich im Nachhinein dann doch ein wenig enttäuschte. Jedoch hatte ich keine Probleme mit dem lesen und dennoch war es im Grunde ein wirklich gutes Buch! Nebenbei bemerkt: Das Zitat, welches ich ausgewählt habe, wurde nicht ausgewählt, weil ich es besonders lustig fand - nein, ich war eher erschrocken. Also ich kann mit reinem Gewissen sagen, dass mir ein solcher Gedanke in den Sinn gekommen ist.

Mit den Charakteren hatte ich es schwer. Mit dem Protagonisten hatte ich Anfangs keine Probleme, aber hätte mir durchaus gewünscht, dass er im letzten Teil des Buches ein paar Mal anders gehandelt hätte. Mit der Frau des Protagonisten, Cynthia, konnte ich mich nur schwer anfreunden. Sicherlich kann ich mir in gewisser Weise vorstellen, wie es sein muss, wenn die ganze Familie auf einmal spurlos verschwindet, dennoch fand ich, dass sie in vielen Situationen nicht richtig gehandelt hat - ich für meinen Teil hätte anders reagiert! Vor allem gefielen mir die ständigen Nörgeleien an ihrem Mann nicht. Aber hier ist sicherlich jeder auch ganz verschieden eingestellt. Meine beiden liebsten Charaktere waren Jane Scavullo und Vince Fleming.

Zum Cover an sich, kann ich gar nichts aussetzen. Im Moment wüsste ich wirklich nicht, wie ich es besser machen könnte.

Die Geschichte Beginnt als Cynthia gerade mal vierzehn Jahre alt ist und dreht sich um den Abend, an dem ihre Familie verschwand. Der Prolog war wirklich sehr spannend. Dann gibt es einen Zeitsprung und man findet sich 25 Jahre später in der Geschichte wieder. In den nächsten paar Seiten gab es vielleicht nicht viel Spannung, aber aller Anfang ist schließlich schwer. Nach dem man durch diesen Teil durchgerutscht ist, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es war bis zum Ende sehr spannend. Beim Ende konnte ich mich richtig gut in die Charaktere hineinversetzen und musste mir ständig vorstellen welche Gefühle sie in diesen Momenten hatten. An manchen Stellen im Buch dachte ich, dass ich wüsste wie es weiter geht, aber mir wurde das Gegenteil bewiesen. Nur ein Einziges Mal lag ich gleich beim ersten Verdacht, den ich schon recht am Anfang des Buches gehabt hatte, richtig.

Fazit: Bis auf ein paar kleine Macken kann ich es jedem Thriller-Fan nur weiterempfehlen!

4 Sterne
★ ★ ★ ★

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen