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Rezension: Familienpackung






Fischer Verlag ○ 250 Seiten ○ Kaufen?

Erster Satz
»Herr Barts ist da.«

Preis: 8,95€ (D)






Beschreibung

»Alles ist eigentlich so, wie es sich Andrea Schnidt erträumt hat. Sie ist Mutter von zwei selbstbewussten Kindern, stolze Besitzerin eines Reihenmittelhauses und zur Beruhigung der Verwandschaft inzwischen auch mit Kindesvater Christoph glücklich verheiratet. Doch die Alltagsroutine droht und Andrea will wieder mehr Spannung in ihren Alltag bringen. Allerdings hätte sie sich ihren Aufbruch in das wilde Leben dann doch etwas anders vorgestellt ...«


Zitat

»Wenn sie später mit dieser Entscheidung Probleme haben sollten, wir haben eine Gruppe für traumatisierte Kaiserschnittmütter. Die treffen sich seit Jahren.« Ich sage es ja immer. Die Welt ist voll mit Wahnsinnigen. Gibt es auch Gruppen für traumatisierte Männer, die sich beim Bohren eine Spritze geben lassen?

Seite 49 | Zeile 19 - 25


Meine Meinung

Hm, was habe ich zu diesem Buch zu sagen? Im Grunde gar nicht viel. Es hat mich von Anfang an nicht wirklich überzeugt und das hielt auch bedauernswerter Weise bis zum Ende an.

Eigentlich hatte ich den Eindruck, dass es in diesem Buch um eine schöne Familiengeschichte geht, eben so eine, die einem das Herz erwärmt. Was ich dann zu lesen bekommen habe, war der Alltag eine Frau, die sexuelle Fantasien mit dem Mann von den Stadtwerken, der hier ist um den Strom abzulesen, hat, weil bei ihr im Bett nicht mehr viel läuft. Viele der vorkommenden Situationen kamen mir sehr unwirklich vor und ich konnte nicht immer alles nachvollziehen. Ich fand das Buch von der ersten Seite an durchgehend langweilig. Einen wirklich spannenden Höhepunkt gab es nicht. Die Geschichte konnte mich überhaupt nicht fesseln, deswegen habe ich auch eine kleine Ewigkeit gebraucht, um das Buch endlich zu beenden. Allerdings muss ich gestehen, dass es einige Stellen im Buch gibt, an denen ich recht amüsiert war. Die Ironie der Protagonistin war herrlich, auch wenn ich den Charakter an sich eigentlich nicht mochte.

Wo man gerade bei den Charakteren ist: Die Protagonistin - Andrea -, mochte ich, wie bereits gesagt, nicht wirklich. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Ihre ganze Art war einfach nur kindisch und ich verstand ihre Denkweise auch oft einfach nicht. Die anderen Charaktere fand ich durchaus in Ordnung. Nicht unbedingt originell, aber im Ganzen okay.

Der Schreibstil hingegen, hat mir wieder gar nicht gefallen. Was mich genau daran störte... hm, das ist schwer zu sagen. Ein großer Kritikpunkt meinerseits ist die Einteilung der Kapitel. Diese sind in die Wochentage geteilt, in der das Buch spielt: sieben Tage. Furchtbar, wenn man bedenkt, dass man mit den mittleren zwei Kapiteln schon das halbe Buch in der Hand hielt (wo ich doch diesen Drang habe nur zwischen den Kapitel eine Lesepause zu machen). Dabei wird dann auch noch von der längst vergangen Hochzeit und den Flitterwochen sowie die Geburt des zweiten Kindes berichtet. An dieser Stelle muss ich allerdings sagen, dass diese Sachen auch in gewisser Weise interessant zu lesen waren - zumindest wenn man den Rest des Buches zum Vergleich zieht.

Das Cover ist hier eindeutig der Übeltäter. Dadurch hatte ich mir wohl ein falsches Bild über die Geschichte gemacht. Ich finde das Cover eigentlich sehr süß, aber nicht unbedingt passend zum Inhalt. Sicher, das Bild soll gewiss die beiden Kinder abbilden, aber was das nun mit der Geschichte an sich zu tun hat, ist mir schleierhaft. Es kam nicht mal ein annähernd verunstalteter Boden vor, was mich im Nachhinein ein bisschen enttäuscht hat.

Fazit: Kein Werk, dass man unbedingt lesen muss! Jedoch gibt es weitaus schlimmeres auf dieser Welt.

2 Sterne
★  ★

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