Der Header des Buchblogs Literaturpost

Rezension: Ohne ihn!






Oetinger Taschenbuch Verlag ○ 185 Seiten ○ Kaufen?

Erster Satz
»Vor drei Wochen hatte Henry die Hände um Zoes Gesicht gelegt und sie zum 199. Mal geküsst.«

Preis: 9,99€ (D)






Beschreibung

»Zoe ist mit ihrem Traumtyp Henry zusammen und richtig glücklich. Doch dann macht Henry plötzlich Schluss und stürzt Zoe damit in das totale Gefühlschaos - denn ohne ihn will sie einfach nicht sein! Zoes Freundinnen sind sich einig: So kann es unmöglich weitergehen. Gemeinsam schmieden die Mädchen den ultimativen Rettungsplan: Zoe muss Henry zurückerobern - koste es, was es wolle ...


Zitat

»Ich hatte vor Dad auch ein paar Beziehungen, die in die Brüche gingen.« »Echt?« Mom nickte. »Und warum weiß ich nichts davon?« Mom zuckt die Achseln. »Früher brauchtest du das auch nicht zu wissen.« Zoe nickt ermutigend, damit ihre Mutter weitererzählt. »Ich hatte in der Highschool einen Freund. Es begann, als ich in der Elften war. Er war ein Jahr über mir. Schwarze Haare, blaue Augen. Er konnte toll küssen.« »Wie peinlich, Mom.« Ihre Mutter lächelte. »Doch, konnte er.« »Besser als Dad?« Mom kneift die Augen zusammen. »Diese Frage beantworte ich nicht.«

Seite 127 | Zeile 6 - 22


Meine Meinung

Dieses Rezensionsexemplar habe ich glücklicherweise durch eine Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Ich bin zwar nicht mehr in der Schule, aber von dem Alter der Zielgruppe gar nicht mal so weit entfernt. Außerdem liebe ich Jugendbücher und dieses schien mir eine gute Abwechslung zu sein.

Wie man der Beschreibung entnehmen kann, dreht sich das Buch rund um die junge Zoe, die nach der Trennung von Henry am Boden zerstört ist. Sie kann seinen Grund, weshalb er mit ihr Schluss gemacht hat, nicht nachvollziehen und möchte alles daran setzen ihn wieder zurück zu erobern. Sie ist sich todsicher und schmiedet auch schnell die ersten Pläne. Allerdings muss sie auch feststellen, dass es wohl nicht so verläuft, wie sie es sich erhofft hätte. Doch so leicht gibt sie sich nicht geschlagen. Auf ihre Freunde oder Familie will sie anfänglich nicht hören und geht über selbstgeschriebene Gedichte und einer selbstgemachten Collage sogar bis zum Äußeren. Ihr einziges Ziel ist es Henry wieder zu bekommen! Auf dem Weg dorthin wird sie von vielen Ratschlägen anderer Personen konfrontiert, mit denen sie sich auseinander setzen muss und nach und nach bemerkt sie, dass sie ihre Freunde braucht und lässt sich auf ihre Hilfe ein.

Liebeskummer - jeder hat sicherlich seine eigene Art damit umzugehen. Für manche mag es das beste sein, sich einfach in den schulischen Aktivitäten/Arbeit zu versenken, um nicht mehr daran zu denken. Andere wiederum gehen lieber aus und werfen sich direkt dem nächsten Typen an den Hals. Und was ist mit den Hartnäckigen, die unbedingt an ihrer Liebe festhalten wollen? Die machen es wie Zoe.

In der ganzen Geschichte geht es von einem Abenteuer ins Nächste. Das Zoe wirklich das Selbstbewusstsein und den Willen hat diese Dinge durchzuziehen, ist für mich sogar schon in gewisser Weise bewundernswert. Würde ich sie im echten Leben treffen, hätte ich es ehrlich gesagt sehr schwer mich mit ihr anzufreunden. Am Anfang des Buches hat sie wenig liebenswertes an sich und ihr Verhalten lässt sie nicht nur wie eine Stalkerin dastehen, was regelrecht gruselig ist, sondern ist auch in vielen Situationen unangebracht und kindisch. Wie sie manche Personen behandelt, gefiel mir nicht immer. Aber ich konnte einfach nicht anders als mitzufühlen und mir zu wünschen, dass für Zoe bald wieder alles besser wird. Man konnte sich wirklich gut in die Geschichte hineinversetzen und ich konnte durchaus nachvollziehen, was Zoe durchmachen muss. Außerdem glaube ich, dass in diesem Alter ein solchen Verhalten durchaus erlaubt ist (die Jugend eben ;-3 ). Einige Male musste ich mich für Zoes Verhalten sogar so fremdschämen, dass es schon wieder lustig war.

Der Schreibstil war sehr flüssig und einfach zu lesen. Die Kapitel des Buches sind in die einzelnen Tage aufgeteilt, die Zoe während dieses Monates durchmacht. Die Formatierung ist etwas gewöhnungsbedürftig - zum Beispiel, sind betonte Wörter festgedruckt, die Kapitelanfänge größer und der ein oder andere Satz mal in einer anderen Schriftart geschrieben - , aber keineswegs schlimm.

Die Charaktere hatten alle einen guten Platz. Am besten konnte ich mich mit Julia identifizieren. Meine liebsten Charaktere waren zum einen Sam, der beste Freund und langjähriger Verehrer von Zoe, und Shannon, eine von Zoes besten Freundinnen. In manchen Situationen fand ich Sam sogar viel hilfreicher als alle anderen im Umfeld von Zoe. Im Nachinein hätte ich mir noch ein wenig mehr von ihm gewünscht, aber ich denke, dass das Ende so gut ist, wie es nunmal ist!

Fazit: "Ohne ihn!" ist ein super süßes Buch, dass die Gefühle vom Liebeskummer sehr gut beschreibt und, obwohl der Peinlichkeiten, durchaus lesenswert ist!

4 Sterne
★ ★ ★ ★

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen