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Rezension: Rauklands Sohn






Verlagshaus el Gato ○ 364 Seiten ○ Kaufen?

Erster Satz
»"Was hast du getan?"
Der Schrei trieb durch seine bleierne Müdigkeit.«

Preis: 12,90€ (D)






Beschreibung

»Für jemanden, der vor einem Kampf davonläuft, hat der 17-jährige Ronan nichts als Verachtung übrig. Schlimm genug, dass er gezwungen ist, dem hasenfüßigen Liam das Fechten mit dem langen Schwert beizubringen: Ronan verliert obendrein den Thron, wenn er dabei versagt. Um im Kampf bestehen zu können, muss Liam jedoch nicht nur sich selbt vertrauen, sondern auch seinem Lehrmeister. Als aus der erzwungenen Verbindung langsam Freundschaft wird, ist es auf einmal Ronan, dem der größte Kampf bevorsteht: Wählt er den Thron, oder steht er zu dem einzigen Freund, den er je hatte?«


Zitat

»Schwörst du nun?« Liam stöhnte. »Wenn es dir so wichtig ist: Ich schwöre, dass ich mir alle erdenkliche Mühe gebe, Merins Aufgaben zu lösen. Genügt das?« Ronan nickte. Er zog seinen Dolch, aber als er den Kopf hob, war Liam bis ganz an die Wand zurück getreten, den Blick auf der Klinge. »Da, wo ich herkomme, besiegeln wir einen Schwur mit Blut«, sagte Ronan. »Da, wo ich herkomme, nicht«, zischte Liam.

Seite 48 | Zeile 21 - 30


Meine Meinung

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut! Darauf aufmerksam bin ich durch eine Rezension geworden - schon da fand ich es toll. Meine Erwartungen an das Buch waren also - durch die vielen positiven Meinungen - recht hoch, was meine Vorfreude nur noch steigerte und ich wurde auch nicht enttäuscht. "Rauklands Sohn" ist das erste Buch einer Trilogie und der zweite Band soll im Oktober erscheinen.

In Ronans Heimatland ist das Leben kein Zuckerschlecken. Dagegen ist das Land Lannoch, auf das Ronan zur Strafe für ein Jahr verbannt wird, weil er einen Fehler gemacht hatte, das genaue Gegenteil. Eigentlich hätte er einen Teil des Heeres in der Schlacht gegen Köning Bellingor anführen sollen, doch stattdessen fand man ihn schlafend in seinem Zelt auf. Man meint er wäre betrunken gewesen, doch Ronan kann sich nicht an das geringste erinnern. Jedenfalls wird nach der Tradition von Lannoch demjenigen die Insel unterworfen, der bestimmte Aufgaben, der früheren Könige erfolgreich ausführt. Ronan soll genau das bewerkstelligen. Allerdings sind ihm die Einwohner Lannochs ganz und gar nicht freundlich gesinnt und schon an der ersten Aufgabe, die er zu bewältigen hat, scheint er zu verzweifeln. Er soll einen Freund finden. Schwierig für jemanden, der die ganze Zeit immer nur mit einem Schwert in der Hand in Schlachten zog. Glücklicherweise hat er die Gelegenheit sich mit dem Jungen Liam zusammenzutun. Obwohl bei den Aufgaben sein Schwert meist nutzlos ist, muss er diese nun zumindest nicht allein durchstehen. Mit der Zeit wächst aus dieser Verbindung eine echte Freundschaft, die uns eine wunderbare Geschichte bietet. Das Buch war von der ersten Seite an spannend und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, sodass ich das Buch erst kurz nach drei Uhr Morgens aus der Hand legte, nachdem ich es beendet hatte.

Ich mochte Ronan von der ersten Sekunde an und ich konnte mir ihn durch die Beschreibungen im Buch deutlich vorstellen. Bei Liam konnte ich mir einfach nicht helfen - er war wirklich niedlich! Das diese beiden ein Duo bilden, war das beste was hatte passieren können. Auch Eila, die Prinzessin von Lannoch, von der ich mir gewünscht hatte, dass sie manchmal etwas verständnisvoller gewesen wäre, hat mir sehr gefallen und das Zusammentreffen mit Ronan hat mich immer sehr amüsiert! Einzig und allein von Merin hatte ich am Anfang ein ganz anderes Bild, als er eigentlich ist. Aber auch er hatte einen passenden Standpunkt als Charakter.

Der Schreibstil war einfach und flüssig zu lesen. Der Humor, den man im ganzen Buch antrifft, brachte mir mehr als nur einmal zum schmunzeln. Es lies sich durchweg sehr gut und vor allem angenehm lesen. Mal waren die Dinge sehr schön detailliert beschrieben und ein anderes Mal waren sie passen kurz und knapp.

Was das Cover betrifft, so müsst ihr wissen, dass ich eigentlich kein großer Fan von Fotografien auf den Covern bin. Diesmal war ich allerdings sehr zufrieden damit. Mit gefällt das Cover sehr gut. Die Farben, in denen das Schloss leuchtet, der schwarz hinterlegte Titel und das Schwert geben ein gutes Zusammenspiel ab. Was man auf dem Foto oben nicht erkennen kann, ist das silberne Schwert und ein Teil des Titels die ausgestanzt sind.

Außerdem fand ich die "Outtakes" am Ende des Buches einfach zu belustigend. Ihr kennt es vermutlich von Filmen, wenn nach dem Ende immer die verpatzten Szenen laufen. In diesem Buch gibt es eine Ansammlung von Tipp- und Denkfehlern, sowie einigen Dingen, die bei der automatischen Rechtschreibkorrektur wohl schief gelaufen sind.

Fazit: Ein wunderbares Buch, dass sich die tolle Kritik verdient hat. Sehr empfehlenswert!

5 Sterne
★ ★ ★ ★ ★

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