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Rezension: Rockprinzessin







Oetinger Taschenbuch Verlag ○ 191 Seiten ○ Kaufen?

Erster Satz
»Es wurde langsam dunkel, und der Regen prasselte in sanftem Takt auf unsere Schirme.«

Preis: 9,99€ (D)





Beschreibung

»Was für eine Katastrophe: Maja zieht mitten im Schuljahr mit ihren Eltern von Berlin nach München, wo sie niemanden kennt. Ausgerechnet München - für Maja die langweiligste und spießigste Stadt, die sie sich vorstellen kann. Maja ist Saxophonistin - und angehender Rockstar. Aber als sie Timo kennenlernt, einen gut aussehenden Gitarristen, verändert sich alles. Ist München vielleicht doch gar nicht so langweilig, wie Maja dachte?«


Meine Meinung

"Rockprinzessin" war mein zweites Buch aus der Pink-Reihe und es hat mir ein Stückchen besser gefallen als das erste. Warum, dass werde ich euch gleich verraten.

Natürlich bricht für Maja eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass sie wegziehen werden und das ausgerechnet auch noch von Berlin nach München - eine Stadt, die sie so gar nicht toll findet. Getrennt von der besten Freundin und von allem was ihr vertraut war, muss sich Maja in ihrer neuen Heimat zurecht finden. Dabei trifft sie auf die verschiedensten Menschen: Von der Tochter eines Bankräubers, über einen alten Musiker bis zu einem wirklich unfreundlichen Jungen von dem man gleich mal auf der Straße umgefahren wird. Besser kann der erste Tag nicht laufen, oder? Zweites großes Dilemma: Maja braucht dringend einen einen Ort an dem sie Saxophon spielen kann, denn in ihre Hausnachbarn sind bestimmt nicht alle glücklich, wenn es keinen schalldichten Raum dafür gibt.

Das Szenario, welches hier geschaffen wurde, finde ich einfach nur herrlich! Für einen Teenager ist das natürlich einfach nur schrecklich. Es werden viele Probleme aufgegriffen, die sich beim Umzug ergeben und man darf Maja dabei begleiten, wie sie sich auf ihre Weise diesen Problemen stellt. Was mir ein wenig gefehlt hat, war ein großes Ereignis - der Höhepunkt - etwas Peinliches oder einfach nur etwas, dass schiefgeht, wie es eben in einem Teenagerleben so vorkommt. Natürlich ist der Umzug allein schon eine große Tragödie, aber trotzdem war da noch zu viel Luft. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin am Ende des Buches noch den Einfall hatte, dass ja auch die Liebe eine Rolle spielt und noch etwas reinquetschen wollte. Ein paar Seiten mehr, um das Ende besser ausklingen zu lassen, hätten dem Buch jedenfalls nicht geschadet.

Die Charaktere waren alle sehr interessant gestaltet und mit der Protagonistin konnte ich mich schnell anfreunden. Maja ist eine sehr schlagfertige und eigenständige Person, die sich nicht einfach unterkriegen lässt. Das hat mir sehr gefallen. Auch der Schreibstil war sehr einfach und schnell lesbar. Das Buchcover finde ich auch ohne Bild sehr gut, denn es ist mir sofort ins Auge geschossen. Der schwarze Hintergrund bringt die bunten und lebensfrohen Farben des Titels noch Mal besonders zur Geltung.

Fazit: Ein unterhaltsamer Lesestoff für zwischendurch.

4 Sterne
★ ★ ★ ★

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