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Empfehlung - Serie | Marvel's Daredevil

Passend zum DVD-Release von Deadpool kam mir die Idee eine Empfehlung zu einem Marvel-Werk zu schreiben, von der ich ganz begeistert war … anfangs zumindest. Da kommt auch schon der erste Konflikt: Über welches Werk genau? Schon seit einiger Zeit bin ich ein großer Marvel-Fan und kenne nicht alle, aber die meisten der Filme und Serien von MCU (Marvel Cinematic Universe). Zu den Comics bin ich leider nie gekommen, aber darum geht es in diesem Eintrag auch nicht. Ich befand mich also in einer Zwickmühle. Sicherlich, etwas schreiben könnte ich zu allen, aber das wäre nicht nur sehr zeitaufwändig, sondern vermutlich auch für euch Leser nervig, wenn ihr nur Marvel Zeugs vorgehalten bekommt. Egal ob Iron Man, Fantastic Four, Thor, Guardians of the Galaxy, X-Men … und und und – vielen Werken von Marvel gebührt die Ehre eine Empfehlung / Meinung geschrieben zu bekommen. Das meine Wahl ausgerechnet auf Daredevil viel, lag einzig und allein daran, dass ich die erste Staffel erst kürzlich geschaut habe. Die zweite Staffel wurde schon begonnen, aber der größte Teil wartet noch freudig auf mich.




Was genau ist Marvel's Daredevil? Es ist eine der insgesamt vier geplanten original Netflix-Serien, die für eine spätere Crossover-Serie Namens „Marvel's The Defenders“ der Auftakt sein soll – worauf ich mich persönlich schon übermäßig viel freue! Die erste Staffel wurde im April 2015 auf Netflix veröffentlicht und die zweite Staffel folgte im März 2016. Der Protagonist, Matt Murdock, ist ein blinder Rechtsanwalt. Mit neun Jahren verlor er sein Augenlicht, als er einen Passanten vor einem Zusammenstoß mit einem LKW rettet. Ausgelöst durch den toxischen Müll steht seine Welt fortan nun in Flammen. Jedoch bemerkt er, dass dadurch seine anderen Sinne extrem verschärft wurden. Auf diese Weise kann er trotz seiner Blindheit weiterhin seine Umwelt wahrnehmen. Viele Jahre später eröffnet er eine Anwaltskanzlei mit seinem besten Freund Franklin „Foggy“ Nelson, den er vom Studium kennt. Während er tagsüber dort alle möglichen Leute vertritt, treibt es ihn Abends als „Teufel von Hell's Kitchen“ auf die Straße, um Verbrechen zu verhindern.

Es dauert ein paar Folgen, um sich ein klares Bild von der Vergangenheit unseres Protagonisten zu machen, was mir sehr gut gefällt. So haben wir erst einmal Zeit, um den Charakter richtig kennen zu lernen, ehe wir uns mit seiner Hintergrundgeschichte befassen. Im Gegensatz zu Marvel's Jessica Jones hat mir diese Serie besser gefallen. Unser Bösewicht war unüblicher Weise nicht genau das was man vermutet hätte. Mit diesem Charakter hatte ich es sehr schwer, weil ich sonst normalerweise auf die bösen Psychopaten stehe (Ich weiß, verflucht mich!). Für meinen Geschmack war er nicht wirklich als „Anführer“ der Bösen geeignet. Doch genau diese ungewöhnliche Art des Gegenspielers macht ihn besonders. Auch wenn er mir nicht in diese Rolle gepasst hat, macht ihn das einzigartig und dadurch überzeugte er von sich. Der erste Antagonist in der zweiten Staffel scheint schon wesentlich mehr nach meinem Geschmack zu sein …, aber dazu erst einmal nicht mehr.

Auch die anderen Charaktere waren gut durchdacht und jeder hat zu der Geschichte etwas beigetragen, dass sie voran schreiten lies. Gut gefallen hat mir auch der Konflikt des Hauptcharakters. Oder wie er auf seine besondere Art und Weise „sieht“. Die Aufnahmen dazu, wie sie versuchen dem Schauenden das zu verdeutlichen, sind herrlich. Genauso gut konnte der Soundtrack von sich überzeugen und ich habe dem auch nichts mehr hinzu zu fügen.

Marvel's Daredevil ist definitiv sehenswert. Wie gesagt, hab es mir besser als Marvel's Jessica Jones gefallen, schon alleine weil der Punisher auftaucht – und ich ein absoluter Fan bin! Ja, ich hab wirklich was für die Bösen übrig ;).

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