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Rezension: Das Café am Rande der Welt






Titel: Das Café am Rande der Welt ○ Autor: John Strelecky
128 Seiten ○ dtv Verlag
Erschienen: 01. Februar 2007 ○ 7,95 € ○ Taschenbuch

Erster Satz
»Ich kroch mit einem Tempo auf dem Highway entlang, das Schrittgeschwindigkeit vergleichsweise Formel-1-verdächtig wirken ließ.«





Beschreibung

»In einem kleinen Café am Rander der Welt wird John, ein stets gestresster Manager, mit Fragen nach dem Sinn des Lebens konfrontiert. Diese führen ihn gedanklich weit weg von seiner Bürotage an die Meeresküste von Hawaii. Dabei verändern sich seine Einstellung zum Leben und zu seinen Beziehungen, und er erfährt, wie viel man von einer weisen grünen Meeresschildkörte lernen kann. So gerät diese Reise letztlich zu einer Reise zum eigenen Selbst.«

Klappentext von "Das Café am Rande der Welt", © dtv Verlag


Zitat

"Unsere Aufgabe", so sagte er, "besteht darin zu erkennen, dass uns etwas erfüllt, weil wir es selbst nun einmal so empfinden, und nicht, weil jemand anderer uns sagt, dass es erfüllend sei."

Das Café am Rande der Welt | Seite 78 | Zeile 10 - 22


Meine Meinung

Schwer beeindruckt von diesem Buch werde ich versuchen jetzt eine Rezension darüber zu schreiben, wo ich das Buch erst vor ein paar Minuten aus der Hand gelegt habe.

Vor ein paar Wochen habe ich mir dieses Buch auf einem Kurztrip nach Frankfurt am dortigen Hauptbahnhof gekauft, da ich für die Zugfahrt nach Hause eine kleine Lektüre als Beschäftigung mitnehmen wollte. Jedoch hätte ich nicht erwartet, dass sich in diesen wenigen Seiten so viel Tiefgang und Gewicht versteckten.

John ist auf dem Weg in den Urlaub, um seinem stressigen Job für ein paar Tage zu entkommen. Doch der Weg zu seinem Urlaubsziel erscheint genauso stressig, wie die langen Arbeitstage vor denen er flüchtet. Dank einem Stau verfährt er sich mal ganz gewaltig und hat kaum noch Benzin im Tank. Glücklicherweise findet er irgendwo am Ende der Welt, wie es scheint, ein Café, von dem er sich zunächst nur etwas erholsame Rast und ein gutes Essen, um seinen leeren Magen zu füllen, erhofft. Das dieser Abend sein Leben verändern würde, hätte er nicht gedacht.

Der Plot hat es in sich. Es werden viele eingehende Fragen gestellt, bei denen man selbst ab und zu die Lektüre zur Seite legen muss, um seine Gedanken zu ordnen. Auf geniale Weise vermittelt der Autor Erkenntnisse und Eingebungen und verpackt dies in einem angenehmen Schreibstil. Beim Lesen erinnerte ich mich an ein Zitat von Voltaire ("In der ersten Hälfte unseres Lebens, opfern wie unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen."), dass einfach super zu diesem Buch passt. Denn es beschreibt den wahren Umstand, den wir als "Normalität" bezeichnen, obwohl es eigentlich ziemlich verrückt klingt, wenn wir es uns selbst vorlesen.

Die Charaktere waren sehr interessant und es war ein bisschen schade, dass man nicht mehr von diesen erfahren konnte, allerdings hätte das dem Café vielleicht das mystische geraubt. Das Cover und das Buch an sich fand ich passend gestaltet zur Geschichte. Zwischen manchen Seiten, gab es auch immer wieder anschauliche Bilder, die einem schöne Anregung auch für das äußere Auge gaben.

Es war nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe, bestimmt nicht. Ich werde es mir noch öfters in die Hand und auch zu Herzen nehmen.

Fazit: Eine leichte Lektüre mit gewichtigem Inhalt. Jeder sollte dieses Buch lesen!

5 Sterne
★ ★ ★ ★ ★

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