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Rezension: Remexan - Der Mann ohne Schlaf






dp DIGITAL PUBLISHERS ○ 664 Seiten ○ Kaufen?

Erster Satz
»Noch war Leben in ihr.«

Preis: 15,99€ (D)





Beschreibung

»Ein revolutionäres Medikament.
Ein Serienmörder, der seine Opfer verstümmelt wie Versuchsaffen.
Ein Wissenschaftler, der nicht die ganze Wahrheit erzählt.

Der Pharmakonzern GENEKNOV bringt mit "Remexan" ein Medikament auf den Markt, das den täglichen Schlafbedarf auf eine einzige Stunde verkürzt. Inmitten einer sich unter dem Diktat der Effizienz rasant verändernden Welt versucht Kommisar Erik Lindberg, den brutelen Mord an einem ehemaligen GENEKNOV-CEO aufzuklären, der wie ein Versuchstier mit offenem Schädel und applizierten Elektroden aufgefunden wurde. Waren es militante Tierschützer im Kampf gegen Tierversuche? Auch der Mord an einer Prostituierten landet auf Lindbergs Schreibtisch, und als er herausfindet, dass sie auf dem Pharmastrich an einer Remexan-Studie teilgenommen hat, scheinen beide Fälle miteinander verbunden zu sein. Verzweifelt über seine im Koma liegende Freundin und vom Bundespolizeichef unter Druck gesetzt, beginnt Lindberg selbst Remexan zu nehmen. Bald erkennt er, dass wichtige Forschungsergebnisse über das Medikament geheim gehalten werden ...«


Meine Meinung

Erik Lingberg hat es schwer, keine Frage. Täglich zwischen dem Krankenhaus, indem seine komatöse Freundin behandelt wird und dem stressigen Arbeitsplatz bei der Polizei zu pendeln und dazwischen auch noch Platz für ein Schläfchen zu Hause zu finden, ist schwierig. Da hilft auch die freundliche Nachbarin, die sich um seine Katze kümmert nicht viel. Nichtsdestotrotz bleibt Erik zunächst sekptisch dem Medikament gegenüber, dass vom neuen Polizeichef auf seiner Arbeit vorgestellt wird. Dennoch hat der Kommisar keine große Wahl, wenn er nicht den Arbeitsplatz wechseln will, um das Medikament herum zu kommen. Der Mord an einem ehemaligen CEO des Pharmakonzernes welches das Remexan produziert vordert seine vollste Aufmerksamkeit.

Zunächst fiel es mir etwas schwer mit dem Buch zu starten. Der Anfang war nicht sonderlich fesselnd oder motivierte zum weiterlesen, weshalb ich mich so schwer tat und etwas kämpfen musste. Doch es hat sich gelohnt. Je tiefer ich in das Buch und dessen Geschehnisse eintauchte, desto spannender wurde es und desto weniger wollte ich das Buch wieder weglegen. Zwischen den Kapiteln gibt es manchmal Rückblenden, damit wir erfahren was vor den aktuellen Ereignissen geschehen ist. Davon war ich kein großer Fan, weil es sich irgendwie seltsam gelesen hat und es sich fehl am Platz fühlte. Der Schreibstil war einfach und verständlich zu lesen.

Die Handlung an sich fande ich an manchen Stellen sogar überzogen, aber sie war durchaus spannend und voller Nervenkitzel wie es ein guter Thriller sein sollte!
Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, hätten aber vielleicht noch etwas tiefer gehen können. Besonders interessant waren die Interaktionen untereinander, von denen es ruhig mehr hätte geben können. Das der Protagonist im Mittelpunkt stehe, ist selbstverständlich, aber die Interaktion zwischen den Nebencharakteren wird in vielen Bücher zu oft unterschätzt. Umso schöner das es hier aufgegriffen wurde.


Fazit: Ein guter Thriller, der zeigt, dass man Medikamenten nicht blindlinks vertrauen sollte.

4 Sterne
★ ★ ★ ★

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