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Rezension: Verraten



Titel: Verraten ○ Autor: Florian Schwiecker ○ Edel Elements Verlag ○ 287 Seiten
Erschienen: 02. Februar 2017 ○ 12,95 € ○ Taschenbuch ○ Kaufen?

Erster Satz: »Die Sonne stand hoch am strahlend blauen Himmel, und die kristallklare Luft roch nach Winter.«


Beschreibung

»Luk Krieger ist Agent einer geheimen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung. Als im Zentrum von Berlin eine Bombe explodiert und ihn beinahe in den Tod reißt, nimmt er gemeinsam mit der Polizistin Anna Cole die Ermittlungen auf. Alles deutet zunächst auf einen islamistischen Anschlag hin. Doch dann gibt es neue Spuren und Krieger schwört sich, die Verantwortlichen zur Strecke zu bringen. Im Kampf gegen Korruption und Machtmissbrauch riskiert er nicht nur sein eigenes Leben ...«


Zitat

"Die Vergangenheit durfte nicht als Entschuldigung für Gegenwart und Zukunft dienen."

Seite 197 | Zeile 17 - 18


Meine Meinung

Zunächst ein Dankeschön an den Edel Elements Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zukommen lies und eine Entschuldigung gleich hinterher, weil sich meine Rezension so lange hinausgezögert hat.

Ein verheerender Bombenanschlag in der Hauptstadt Berlin erschüttert Deutschland zutiefst. Luk Krieger, ein Mitglied des Sondereinsatzkommandos, das bislang im Ausland erfolgreich agierte, ist dem Attentat nur knapp entkommen, woraufhin er die Ermittlungen und die darauf folgende Verfolgungsjagd aufnimmt. Unterstützt wird er dabei von der Berliner Kommissarin Anna Cole. Die Zeit läuft, denn dies soll nicht das letzte Attentat des Mannes sein, der Adler genannt wird.

In diesem Buch herrscht ein sehr sachlicher Schreibstil, der das ein oder andere Mal die Gefühlsebene ignoriert aber meiner Ansicht nach sehr gut zur Geschichte passt.

Die Handlung beginnt, wie in diesem Genre üblich, sehr schnell und mit viel Action. Diese Spannung über das Buch hinweg zu halten, ist dem Autor gut gelungen, obwohl die Protagonisten oft im Auto oder Flugzeug sind, da sie den Attentäter, wie die Katze die Maus, jagen. Als klar wurde, dass der Adler von Hintermännern beauftragt wurde, hatte ich relativ schnell eine Vermutung. Da es nur wenige Charaktere gab, war der Spielraum auch eingegrenzt, doch dazu unten mehr. Zum Ende des Buches hin, wurde ich jedoch erfolgreich verwirrt, was die Identität der Hintermänner angeht und letztendlich bestätigte sich doch mein Verdacht. Die Hinweise auf die Hintermänner wurde von dem Autor sehr geschickt eingebaut und als ich im Nachhinein daran dachte, musste ich schmunzeln.

Die Charaktere sind für mich in diesem Buch eine deutliche Schwachstelle. Obwohl ich beide Protagonisten mag, kann doch niemand bestreiten, dass sie sehr wie Mary Sue und Gary Stue wirken. Allerdings denke ich, dass man auch nur wenig über die Charaktere erfahren hat, da die Handlung im Vordergrund stand. Vielleicht haben beide mehr Ecken und Kanten als die Leserschaft denkt? Darauf würde ich mich dann in einem zweiten Teil freuen. Außerdem hat mir gefallen, dass es keine erzwungene Romantik gab. Auch wenn deutlich ein romantisches Interesse zwischen Luk und Anna bestand, waren sie am Ende des Romans kein Paar und glücklich bis in alle Zeiten. Dies ist ein wichtiger Punkt, den ich bei anderen Geschichten oft bemängle: Man kann nicht die Welt retten UND den Traumpartner fürs Leben finden. Nicht sofort zumindest.
Der zweite Knackpunkt ist, wie ich oben schon geschrieben habe, dass es nur wenige Charaktere gibt. Auch dies ist in diesem Genre leider üblich, zumindest sind mir bisher viele Krimis und Thriller mit wenigen Charakteren begegnet. Deswegen gab es nicht all zu viele Möglichkeiten, denn ich glaube jeder passionierte Leser und Leute, die wie ich selbst schreiben, wissen, dass der große "Bösewicht" immer schon vorher in Geschichten vorgestellt wird. Er taucht nicht einfach aus dem Nichts auf ohne das man zuvor nicht mindestens schon von ihm gehört hat. 

Die Geschichte war unterhaltsam und in kurze aber dafür viele Kapitel eingeteilt. Es war interessant zu lesen wie es sich mit Terroranschlägen in Deutschland verhalten könnte. Es dürfte die erste Geschichte sein, die ich gelesen habe, die in Deutschland spielte (wenn man Schullektüren nicht miteinbezieht). Das Ende gefiel mir gut und trotz mancher Mängel empfehle ich es definitiv weiter.

Fazit: Ein sehr spannendes und lesenswertes Buch!

4 Sterne
★ ★ ★ ★

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